hamburg

 H A M B U R G

Also letztes Jahr im Juli war ich – allen Bedenken zum Trotz – auf einem Internettreffen in der Nähe von Köln. Muss sagen es war riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiesig und ich hatte eine Menge Spaß. Mit Geno, die mir eben aus unserer BSW schon bekannt war, habe ich mich viel unterhalten, festgestellt, dass sie aus Hamburg ist (eine schöne Stadt, die ich vor über 20 Jahren schon mal besucht habe) und beschlossen, da muss ich mit meinem Süßen noch mal hin.

Flug und Hotel ausgesucht und gebucht dann haben wir von 29.12.05 bis 2.1.2006 unsere erste echte Städtereise unternommen.

 

Wir hatten einen Frühflug und waren rechtschaffen müde, denn am Tag zuvor haben wir mit  unserer Kathi  "abschied gefeiert" und sind dann - nach zwei Flaschen wein *ups* knapp vor Mitternacht ins Bett gehüpft. frühmorgens um 4.15 läutete der Wecker. mit schätzungsweise 10 Promille (so haben wir uns gefühlt) sind wir dann zum Flughafen gewankt. Zu Fuß bzw. mit der Schnellbahn, denn vor der Tür lagen in etwa 40 cm Schnee und es war glatt, aber damit hatten wir schon gerechnet. Am Flughafen dann check in und waaaaaaaarten bis der Flieger abfliegt. da mir erfahrungsgemäß immer beim Starten übel wird (mein Magen kommt mit der Schieflage beim abheben nicht ganz zurecht) war es natürlich an dem morgen auch nicht grad besser, aber egal wie auch immer wir sind pünktlich kurz vor 10 Uhr gelandet, und haben - äußerts belustigt - die verzweifelten Versuche der Hamburger, sich vom Schnee zu befreien, beobachtet.  Es klingt nämlich lustig, aber obwohl man da im hohen Norden ist gibt es nur sehr, sehr selten Schnee, denn der Boden ist scheinbar so warm, dass der Schnee normal nicht liegen bleibt. Na wir haben den Schnee aus Wien mitgebracht und basta.  Bei unserer Ankunft lagen schon ein paar Zentimeter und bis Sylvester morgen kamen noch welche dazu *schööööön* Dann allerdings hatte es 7 Grad plus und da hält sich auch der kälteste Schnee nicht :-(

Hier ein Blick auf das verschneite Hamburg:

 

 

Aber zurück zu unserer Ankunft: Im Hotel hatten wir das Glück, dass unser Zimmer bereits  frei war  *juuuubel* und deshalb lagen wir um 11 uhr voll fertig noch mal in einem wohlig weichen Bettchen (nachdem wir mal die Heizung höher gedreht haben - die Hamburger halten offenbar nicht viel vom Heizen, das haben wir die Tage darauf auch noch festgestellt *bibber*)

Nachmittags haben wir uns langsam aufgerappelt (der Magen meldete sich auch schon) und haben uns nach Erfrischung auf den weg nach  was Essbarem gemacht. Sind auch gleich fündig geworden und so gestärkt hat uns unser Tatendrang gleich wieder erwischt. Und wir sind dann stundenlang  durch die verschneite Hamburger  Innenstadt und den Hafen gelatscht. Es war so wunderschön mit dem Schneefall und vorallem weil noch überall Weihnachtsstimmung war (Beleuchtung, Bäume und Glühweinduft)  - eine Wucht.

 

 

Tags darauf hat es dann zu schneien aufgehört  und wir haben eine Stadtrundfahrt gemacht und dabei auch den Michel, das Wahrzeichen Hamburgs besichtigt.

 

 

Leider war keine Zeit um auf den Turm zu klettern und die Aussicht zu bewundern (das wollten wir uns ohnehin für den letzten Tag aufheben), also haben wir die Krameramtsstuben bewundert.

                       

 

 

Das sind, wenn ich das richtig verstanden habe, kleine Häuschen in einem Innenhof, die die Krämer gebaut haben, damit deren Frauen, wenn sie Witwen sind ein Dach über den Kopf haben. Ist voll süß.

                                                          

Danach machten wir eine Hafenrundfahrt, wobei wir allerhand wissenswertes über Tonnagen und Schiffsgrößen erfuhren. Sicher sehr spannend, aber leider nicht geeignet sich im Gehirn eines „Weibchens“ zu verankern *gg*. Aber hier Eindrücke des wirklich großen Hafens.

 

 

In den Landungsbrücken, die am zweiten Bild abgebildet sind gibt es übrigens ein uriges Lokal: "Pupasch" heisst es: alles aus Holz, verwinkelt, sieht aus wie so eine richtig alte Seemannskneipe.

Übrigens ist Hamburg der zweitgrößte  Hafen Europas (Rotterdam ist der Größte) und der neuntgrößte der Welt (China und die Länder da unten haben die größten Häfen)

                

Zu guter letzt waren wir an diesem Tag noch im Dungeon *toll* Das sollte man bei einem Hamburgtrip auf gar keinen Fall auslassen, auch wenn die Wartezeit mitunter eine Stunde oder mehr beträgt, es zahlt sich aus. (Mehr erzähl ich dazu jetzt nicht, schaut es euch selber an). Und danach kann man im dazugehörigen Cafe noch was zur beruhigung trinken. Nette Deko hatten die dort drinnen:

 

 

 

Abends waren wir auf der Reeperbahn und haben uns meiner Freundin getroffen. Naja Reeperbahn im Winter ist nicht so ganz unser ding, aber gelacht haben wir doch recht viel. Hier am Bild ein Blick in "die große Freiheit":

 

 

 

Sylvester  haben wir dann zu Franz` Freude das Miniaturwunderland besucht (für jeden Eisenbahnfreak ein MUSS, aber Frauen: lasst die Männer alleine hingehen *gg*)

Abends haben dann in einem voll netten Lokal dem "Weinhaus Schoppenhauer" gegenüber der Speicherstadt Sylvester gefeiert. Dabei haben wir die bei uns am Tisch sitzenden Personen, einem Ehepaar aus Hamburg und einem Ehepaar aus Süddeutschland kennen gelernt und hatten wirklich einen tollen Abend.

 

Um Mitternacht sind wir dann mit Sekt hinaus gegangen um das Feuerwerk im Hafen und das Tuten der vielen im Hafen liegenden Schiffe zu sehen bzw. zu hören. Ein tolles Erlebnis.

 

 

Schweren Herzens  sind wir um 2 Uhr zum Hotel zurück getrabt, weil wir vor hatten uns am nächsten Tag den legendären Hamburger Fischmarkt besichtigen wollten. Den gibt’s immer nur Sonntags von 5.30 bis 10 Uhr, bzw. im Winter erst ab 7.00 Uhr. Also sind wir  um halb acht aufgestanden, gefrühstückt  mit 6 anderen Verrückten, die so wie wir am 1. Jänner den Fischmarkt aufsuchen wollten und sind dann gegen halb 9 los getrabt.

Tja der Fischmarkt, das ist so mein „Sargnagel“  Das erste Mal , eben vor 21 Jahren, haben sie mich nach zwei Stunden Schlaf um 5.30 Uhr morgens  da drüber geschleift. Mitbekommen: Null! Gesehen: null!  Gerochen: bäääääääääääääääääh (damals mochte ich Fisch noch nicht)

Also hab ich mich diesmal besonders auf dieses Erlebnis gefreut.

Tja was soll ich sagen……….seht selbst:

 

 

Gääääähnende Leere, dort wo normalerweise Stände stehen und Fischhändler sich gegenseitig überschreien sollen, war nix…… Auf meine Frage hin bekam ich zur Antwort: Na die Händler haben auch gefeiert, die schlafen noch. (klingt eigentlich logisch) Aber so kam es, dass ich das zweite Mal in Hamburg war und noch immer nicht weiß, wie toll der Fischmarkt ist *gg*

 

Wir sind dann zurück ins Hotel und da haben wir es uns mal im Hallenbad und Whirlpool gemütlich gemacht um dann später wieder ein wenig durch Hamburg zu latschen und eine Schiffsrundfahrt durch die Speicherstadt und den alten Hafen  zu absolvieren. Hier die Speicherstadt bei Tag

 

 

 

Die Speicherstadt, das sind alte Ziegelgebäude, in denen früher, als es noch keine Container gab die Waren in Säcken gelagert wurden. Seit die Waren in Containern angelifert werden sind diese Gebäude überflüssig. Heute befinden sich in diesen Gebäuden unter anderem: das Dungeon und das Miniaturwunderland, das Gewürzmuseum, das Speicherstadtmuseum und das Zollmuseum.

Bei Nacht sind diese Gebäude gespenstisch beleuchtet:

 

 

 

 

Abends sind wir dann über die „Lange Reihe“ gegangen und haben im Cafe „Uhrlaub“ gegessen und einen Schlummertrunk zu uns genommen. Ein Uuuuuuuuuursüßes Lokal, jedem Hamburg Urlauber ans Herz gelegt. Voll nette Kellner und gutes und günstiges "Mampf" 

 

Tags darauf war das Wetter leider typisch „Hamburgisch“ mit Nebel, Nebel und zwei Meter davor nochmals Nebel (wie Geno so treffend meinte *gg*). Hier ein Blick vom Rathaus auf die Binnenalster:

 

 

 

Also fiel unsere „Michel“-Besteigung leider aus und wir haben gemeinsam mit „Geno“ die tollen Eis-Skulpturen in der Eiswelt bewundert. Schon toll, was die Leutchens da zuwege gebracht haben:

 

  

 

und danach gabs beim Weihnachtsmarkt noch einen letzten Glühwein:

 

 

 

Danach haben wir noch die Ruinen von St. Nicolai bewundert. Diese Kirche mit ihrem 75 m hohen Turm wurde im zweiten Weltkrieg zerbombt und dient heute als Mahnmal für die damaligen Verbrechen.

 

 

Dann haben wir noch einen letzten Blick auf die Innenstadt geworfen,  das Rathaus besichtigt

 

und abends ging es mit dem Flieger wieder heim.

Für all jene, die nun selbst dorthin fahren wollen, habe ich einige links eingebaut, damit ihr euch näher über das von mir erzählte informieren könnt.

 

„Baba“ Hamburg, wir kommen sicher wieder!

                                                                     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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